Über den Black Atlantic

Mit einiger Verspätung habe ich vor kurzem meine Magisterarbeit über »Authentizität und Hybridität in der Capoeira Angola« veröffentlicht.

Auch in Deutschland erfreut sich Capoeira, der aus Brasilien stammende Kampftanz, wachsender Beliebtheit. Die Stilrichtung Capoeira Angola findet ihre AnhängerInnen vor allem im alternativen Spektrum, wobei die Suche nach Selbstentfaltung und persönlicher Entwicklung eine zentrale Rolle spielt. Das Buch geht der Frage nach, wie Capoeira-Angola-Spielerinnen und -Spieler hierzulande das komplexe Geflecht aus Tanz, Musik, Bewegungsformen und Mythologie für sich nutzbar machen und wie sich die Capoeira dabei verändert. Welche Rolle spielen die Interpretation der Capoeira als schwarze Widerstandsbewegung und deren ›afrikanische Wurzeln‹? Wie fügt sich der Tanz hierzulande in einen Markt ›exotischer‹ Freizeitaktivitäten ein? Solche Prozesse werden in Anlehnung an ein postkoloniales Verständnis von kultureller Übersetzung analysiert, das sich auf die Komplexität und Vielschichtigkeit von ›Zwischenräumen‹ konzentriert. Ziel ist ein tieferes Verständnis transkultureller Übertragungen – und zwar jenseits einer Vorstellung von ›Kulturen‹ als homogenen Einheiten.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten finden sich hier.

Nachklapp: Im Februar 2015 rezensierte der »HoploBlog« die Studie: »Lempp gelingt es auf hervorragende Weise … eine allgemein verständliche und gut lesbare ethnologische Studie vorzulegen. (…) Darüber hinaus greift die Autorin auf originalsprachliche Quellen zurück, was den Wert ihrer Arbeit zusätzlich steigert. Das Buch von Sarah Lempp ist uneingeschränkt empfehlenswert…«

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