Der Bergbau ist ein Monster. Der Eisenerz-Abbau in Brasilien hat fatale Auswirkungen auf Mensch und Natur

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Foto: Verena Glass

Auch in deutschen Autos steckt in Form von Stahl jede Menge Eisenerz aus Brasilien. Dass die Förderung die Umwelt stark in Mitleidenschaft zieht, lässt die Pkw-Produzenten und ihre KundInnen kalt.

Vertreibung von Menschen, Risse in den Häusern, verschmutztes Wasser, ausgetrocknete Flüsse – die BewohnerInnen der Region Carajás im Norden Brasiliens können viele Beispiele dafür anführen, wie der Rohstoffabbau ihr Leben beeinträchtigt. »Der Bergbau ist ein Monster, das riesige Fußabdrücke hinterlässt«, erklärt Padre Dario. Der Priester des Kombonianer-Ordens kämpft seit Jahren an der Seite der Betroffenen im Norden Brasiliens – die Nichtregierungsorganisation Justiça nos Trilhos (»Gerechtigkeit entlang der Schienen«) schätzt deren Zahl auf etwa zwei Millionen.

Zu den »Fußabdrücken« des Bergbaus in der Region zählt Padre Dario nicht nur die Effekte in der unmittelbaren Umgebung der Mine wie Umweltverschmutzung und Vertreibungen. Vielmehr gehörten dazu auch die Probleme entlang der 900 Kilometer langen Zugstrecke, auf der die Rohstoffe von der Carajás-Mine zum Hafen von São Luís transportiert werden. Die bis zu 330 Waggons umfassenden Züge donnern 24-mal pro Tag durch die Ortschaften entlang der Gleise. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, statistisch gesehen werden alle drei Monate zwei Personen überfahren.

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